Einlagensicherungssysteme Europa

Volksbank im Harz eG gegen Vergemeinschaftung der Einlagensicherung

Die von der Europäischen Kommission vorgelegten Vorschläge zu einem stufenweisen Aufbau der europäischen Einlagensicherung bis 2024 stellen eine Gefahr für die deutschen Sparerinnen und Sparer dar, warnt die Volksbank im Harz eG. „Die Vorschläge bedeuten letztlich eine Zweckentfremdung der für unsere Kunden angelegten Sicherungsmittel und ein Absenken des Verbraucherschutzes, sagte Vorstandsmitglied Torsten Janßen der Volksbank im Harz eG.

Daher lehnen wir jede Form der Vergemeinschaftung der Einlagensicherung in der Eurozone strikt ab. Wir wollen auch nicht, dass zum Schutz einer risikoreichen Geschäftspolitik von Banken in Europa unsere Kunden in Mithaftung genommen werden.“ Damit würde genau das Gegenteil dessen erreicht, was mit der Bankenunion erreicht werden soll: Das Finanzsystem insgesamt stabiler zu machen und das Vertrauen zu festigen.


„Unsere Kunden vertrauen auf die Sicherheit ihrer Einlagen. Denn sie wissen, dass die angesparten Sicherungsmittel im Ernstfall bereitstehen“, sagt Torsten Janßen.  „Transfers dieser Mittel in andere Länder lehnen wir im Schulterschluss mit allen 1.047 deutschen Genossenschaftsbanken entschieden ab“, so Torsten Janßen.


„Anstatt neue Vorschläge auf den Tisch zu legen, sollte die EU-Kommission erst einmal dafür sorgen, dass die im Juli dieses Jahres in Kraft getretene EU-Einlagensicherungsrichtlinie in allen europäischen Mitgliedsstaaten umgesetzt wird“, sagte der Vorstand der Volksbank im Harz eG weiter.


Kundeneinlagen bei Genossenschaftsbanken sind aufgrund der praktizierten Institutssicherung, den die Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken gewährt, vollumfänglich geschützt.

11.12.2015